Atelier für Emotionsdesign

Gefühle sind ihr Ding: Das „Atelier für Emotionsdesign“ will Firmen an ihren authentischen Kern heranführen und mit passenden Kommunikationsmitteln Emotionen hervorrufen. „Wir machen glücklich, das ist unser Claim. In einer Art Coaching erarbeiten wir mit dem Kunden ganzheitlich seine Ziele und eine Identität, auf der alle weiteren Maßnahmen aufbauen“, sagt Oliver Boeg, der die Kreativagentur zusammen mit Mischa Vollmann leitet. Mit einem Team aus visuellen Gestaltern und Textern produzieren sie Websites, Videofilme, Printmedien und Veranstaltungen. „In der Start-up-Phase vor viereinhalb Jahren war das Perfekt Futur ideal. Ich kann nur empfehlen, nicht allein im stillen Kämmerlein zu starten, sondern an Orten wie diesem den Austausch mit Menschen in der gleichen Situation zu suchen“, sagt der diplomierte Medienkünstler Boeg. Durch die Nähe zu den Nachbarn könne man sich schnell mal einen Rat holen oder Equipment ausleihen. Auch die Veranstaltungen rund um das Perfekt Futur herum nutzten sie anfangs oft, um Kontakte zu knüpfen. So gewannen sie beim Tag der offenen Tür direkt die Firma Stadtmobil als Kunde, für die sie bis heute arbeiten. „Wir fanden die Heterogenität im Perfekt Futur immer cool, weil dort die Theaterschneiderin neben dem IT-Entwickler sitzt. In der Zeit ist ein nachhaltig kostbares Netzwerk entstanden und oft kamen die Leute sogar mit Aufträgen auf uns zu.“ Irgendwann vergangenes Jahr wurde es aber eng im Container und die emotionalen Designer bezogen neue Räume im Kulturzentrum Tempel. „Mit jetzt sieben festen Mitarbeitern im Kernteam ist es, als ob wir aus der Pubertät kommen“, sagt Oliver Boeg. „Die wilden Zeiten sind vorbei, man hat Erfahrungen im Business gemacht und unterschiedlichste Kundencharaktere kennengelernt. Jetzt professionalisieren wir uns immer mehr, automatisieren Prozesse – weil es notwendig ist, aber auch, um Freiräume für künstlerische und kulturelle Projekte zu schaffen.“ Ihre Kunden kommen teils aus dem karitativen Bereich, vom Sozialdienstleister über das Seniorenheim bis zum Kinderprojekt. Daneben wird das „Atelier für Emotionsdesign“ aber auch häufig von Software-Unternehmen gebucht, erzählt der Gründer. „Gerade für die sehr technischen Produkte wird zunehmend nach einer emotionalen Kommunikation gesucht.“ -nin